Was ist eigentlich das Besondere an einem
NLP-Trainer? Was macht den Unterschied?

on 6. Juli 2021 NLP Ausbildung, NLP Trainer with 0 comments

Mitte November starten wir mit unserer Ausbildung zur / zum Trainer*in (DVNLP). Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Lehrenden mit NLP-Methodik und anderen Trainer*innen? Wer bei uns ausgebildet wurde, verfügt nicht nur über eine ganz besondere Methodik, sondern hat gelernt, aus Seminaren Lernparadiese zu machen. Wir lüften das Geheimnis …

Wind of Change

Dafür stehen Trainer*innen mit NLP-Hintergrund: Sie bringen den „Wind of Change“ ins Seminar

Von Ralf Dannemeyer

seminarraum trainer ralf

Unabhängig vom Thema – NLP-Didaktik ermöglicht exzellente Trainingsergebnisse: perspektiven-Lehrtrainer Ralf Dannemeyer in einem Business-Training hoch über der Elbe in Hamburg.

Als ich in den 1990 Jahren begann, meine Selbständigkeit vorzubereiten, wollte ich ein guter Trainer und Coach sein. In vielen Workshops suchte ich nach Themen und Methoden, die ein Trainer für Unternehmen und Organisationen beherrschen sollte. Dabei beobachtete ich jede Menge Seminarleiter bei ihrer Arbeit. Ich staunte sehr über das Selbstbewusstsein einiger Kollegen, die ihren Teilnehmern mit lausiger Methodenkompetenz und einem Kenntnisvorsprung von drei Buchseiten erklärten, wie die Welt funktioniert. So wollte ich nie sein!

Doch ich lernte auch viele faszinierende Trainer*innen kennen: Bei ihnen hatte ich am Ende eines Seminars immer das Gefühl, sie hätten das alles für mich gemacht. Und, merkwürdig, die anderen in der Seminargruppe empfanden genauso. Was war der Unterschied zwischen denen, deren Veranstaltungen man beglückt und voller neuer Impulse verließ, und den mittelmäßigen, die mich langweilten? Das wollte ich wissen!

„Die Guten“, so erfuhr ich, waren NLP‘ler. Sie wussten, wie sie ihre Teilnehmenden emotional abholten, sie für die Lerninhalte öffneten und ihnen einen wunderbaren Seminartag bereiteten. Ich lernte zum ersten Mal die Wirkung von Rapport und von hypnotischen Sprachmustern kennen und wie ein gutes Reframing einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das wollte ich auch können!

So kam ich zum NLP. Dass ich noch viel mehr lernen würde, dass ich mich selbst erforschen und meine Trainer*innen mir eine Gebrauchsanleitung zum Glück schenken würden – das wurde mir erst später klar …

Doch, und darum geht’s in diesem Artikel, Lehrende mit gutem NLP im Methodenkoffer – das sind für mich ganz besondere Menschen. Sie sorgen in ihren Seminaren für jene Art Magie, die Teilnehmende mit Spaß und Leichtigkeit lernen lässt. Und wer in eisiger Stimmung ins Seminar kam („was mich wohl erwartet?“ oder „schon wieder geht ein Wochenende für Weiterbildung drauf“), taut nach der Auftaktrunde auf und geht am Ende beschwingt, bereichert und fröhlich – weil die Veranstaltung wirklich gut war!

Wie machen die das, die NLP-Trainer? Was ist der Unterschied, der den Unterschied macht?

NLP-kundige Trainer*innen können Resonanz zwischen den Menschen aufbauen und halten (Rapport), sich auf Individuen kalibrieren und, darauf basierend, jede*n individuell abholen, sensibel auf Resonanzstörungen reagieren, eine motivierende (hypnogrammatische) Sprache verwenden, den Seminarraum durch Verwendung von Raum- und Bodenankern in ein Lernparadies verwandeln, mit Metaphern und gelegentlichen wertschätzenden Provokationen (Slight of Mouth) tiefe Lernprozesse auslösen und zugleich Humor und Leichtigkeit in Seminar bringen, Lernerlebnisse ankern. Das alles ist Methodik, manches ist Technik.

Mit seiner präzisen und flexibel brauchbaren Technik und Methodik liefert das NLP schon sehr viele und ausgezeichnete Ressourcen für Lehrende und alle Profis, die in irgendeiner Weise für Lernen und Potenzialentfaltung der ihnen anvertrauten Menschen verantwortlich sind.

Doch Technik und Methodik allein würde wahrscheinlich nicht viel bewirken. Bei rein „technisch“ orientierten NLP-Anwendern spüren die Teilnehmenden, dass etwas nicht stimmt. Das Gehabe des Trainers oder der Trainerin da vorne an der Flipchart würde gestelzt wirken, unecht, wie hinter einer Maske versteckt. So mag kaum jemand lernen.

Nein, der Zauber eines ethisch orientierten NLP basiert auf einem anderen Geheimnis: Das Menschenbild macht die Magie. Worin genau – abgesehen von einer ausgefeilten Trainingsmethode – ist ein NLP-Profi ausgebildet?

NLP basiert auf einem konstruktivistischen Modell und ist in der humanistischen Psychologie verankert, also in der Tradition des positiven Menschenbildes. Zentrale Prinzipien sind Autonomie und soziale Interdependenz, Selbstwirksamkeit sowie ein jedem Menschen innewohnender Drang nach Selbstverwirklichung, Ziel- und Sinnorientierung sowie ein prinzipielles Lösungs- und Selbstgestaltungspotenzial. Die auf der Grundlage des NLP ausgebildete Trainerin glaubt daran, dass jeder Mensch die Struktur der gedanklichen Konstruktion bei sich und bei anderen Menschen zu erkennen und dem Denken, Fühlen und Handeln eine neue Richtung zu geben vermag. Konkret geht ein*e NLP-Lehrende, wie wir sie ausbilden, von diesen Grundsätzen aus:

  • Jeder Mensch – jede*r Teilnehmer*inn von Seminaren – hat ein inneres Bedürfnis zu wachsen.
  • Alle Menschen – alle Teilnehmer*innen von Seminaren – verfügen über die inneren Ressourcen, die sie brauchen, um das Leben erfolgreich zu gestalten und innerlich wachsen zu können. Ein*e NLP-Trainer*in hilft, diese „Diamanten“ verfügbar zu machen.
  • Alle Menschen – alle Teilnehmer*innen von Seminaren – verfügen über Wahlmöglichkeiten, besonders wenn es darum geht, in angemessener Weise mit Stress umzugehen, statt einfach nur auf Situationen zu reagieren. Der oder die Trainer*in ist darin geschult, diese Wahlmöglichkeiten aus dem Unbewussten ins Bewusstsein zu heben.
  • Unsere Seminare und unser Coaching konzentrieren sich auf die Gesundheit und die Möglichkeiten unserer Teilnehmer*innen, statt auf deren Schwächen und Mängel.
  • Ein Hauptziel der Seminare und Workshops ist es, dass wir die Teilnehmer*innen in die Lage versetzen, eigene Entscheidungen zu treffen.
  • Menschen sind im Grunde ihres Wesens gut. Um mit ihrem Selbstwertgefühl in Verbindung zu sein und dieses zu stärken, müssen sie ihren eigenen inneren Schatz finden. Ein*e Trainer*in hilft genau dabei.
  • Kongruenz und ein starkes Selbstwertgefühl sind die Hauptziele von Lehren und Lernen mit der NLP-Methodik.

Diese Grundlagen sollten – völlig unabhängig vom Thema des Seminars – in jeder Seminarminute mitschwingen. Das macht das besondere an Trainer*innen aus, die auf der Grundlage der NLP-Methodik arbeiten und darin Profis sind.

 

Unsere nächste Trainer-Ausbildung beginnt im Herbst. Es sind noch Plätze frei.

Alle Details findest Du hier …

 

Ein*e NLP-Trainer*in kann nur NLP – oder?
Aufklärung über einen weit verbreiteten Irrtum …

„Wenn ich eine Ausbildung zum NLP-Trainer mache“, sagte Jochen zu Beginn seiner Ausbildung, „dann unterrichte ich NLP – aber das will ich doch gar nicht!“ Das war vor acht Jahren.

Damals wie heute ist Jochen ein Unternehmenstrainer. Zu seinen Angeboten gehören Seminare und Workshops zur Teamentwicklung, zur Verhandlungsführung und zu Leadership-Themen. Seit neuestem schult und coacht er das Spitzenmanagement eines Staatstheaters. „Seit ich NLP gelernt habe“, sagt er heute, „haben meine Seminare sehr an Tiefe, Qualität und Erfolg gewonnen! Ich werde weiterempfohlen und habe mehr als ausreichend Aufträge.“

Als Trainer*in mit NLP-Methodik kannst Du alles anbieten, was auf dem Trainingsmarkt gefragt ist – nur besser! Du kannst Dich zum Beispiel spezialisieren als

  • Trainer*in für Gesundheit, Wellness, Persönlichkeitsentwicklung.
  • Trainer*in im Bereich Wirtschaft & Organisation / Business-Trainer.
  • Trainer*in für therapeutische / pädagogische Einrichtungen bzw. Teams.
  • Betriebsräte-Trainer*in.

Du kannst wählen, ob Du dies neben- oder hauptberuflich machst, oder ob Du zunächst nebenberuflich beginnst, um Deine Selbständigkeit gezielt vorzubereiten.

Das alles kannst Du nach einer Ausbildung zum Trainer, DVNLP, leicht und locker tun – Du bist gut darauf vorbereitet und verfügst über eine exzellente Methodik. Du unterrichtest dann kein NLP, sondern Dein didaktisches Konzept ist von der NLP-Methodik inspiriert – und deshalb besonders wirksam.

Es gibt auch Menschen, die das NLP im Verlaufe ihrer Ausbildung so liebgewinnen, dass sie es gern selbst vermitteln möchten. Sie möchten gern selbst Practitioner, Master, Trainer, Coaches und Mediatoren ausbilden. Auch das geht. Mit einigen weiteren Qualifizierungen, bei denen es vor allem um das Kennenlernen anderer therapeutischer Schulen geht, wird aus der Trainerin dann ein*e NLP-Lehrtrainer*in.